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6 Tage ab CHF 1920.-

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Beteiligung: mind. 10, max. 15 Teilnehmende

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  • Verschiedene Reiherarten
  • Die Königlichen Salinen in Arc-et-Senans
  • Greifvögel (vor allem Weihen über den Feldern)
  • Surrende Ziegenmelker

1. Tag: Neuchâtel – Salins-les-Bains – Dole

Individuelle Anreise nach Neuchâtel. Um 10.00 Uhr Besammlung der Teilnehmenden am Bahnhof von Neuchâtel. Gemeinsame Busfahrt über das Val de Travers mit seinen vom Karst geprägten Landschaftsteilen (Dolinen und Trockentälchen) und vorbei am mächtigen Schloss «Château de Joux» von La-Cluse-et-Mijoux hinein in die Franche-Comté nach Salins-les-Bains. Nach einem kurzen Aufenthalt in der Salinen- und Bäderstadt und der Gelegenheit in der malerischen Altstadt ein kleines Mittagessen einzunehmen, fahren wir weiter in Richtung Dole. Die weiten Flusstäler der Loue und des Doubs lösen die gebirgigen Landschaften zusehends ab. 5 km nördlich von Dole liegt auf dem Hügel «Mont-Roland» unser ruhig gelegenes Hotel nahe der Wallfahrtskirche mit prachtvoller Aussicht auf die Umgebung. Der Kirchturm wird uns die nächsten Tage als schon von weit her sichtbare Landmarke begleiten.

Am späteren Nachmittag unternehmen wir einen geführten Stadtrundgang durch die historische Altstadt und besichtigen auch die Stadtkirche, wo oft ein Paar Wanderfalken seine Jungen gross ziehen. Die auf einer Anhöhe liegende Stadt zeigt viele fotogene Motive. Zu sehen gibt es unter anderem die Wohn- und Werkstatt-gebäude der ehemaligen Handwerksbetriebe mit dem dazu gehörenden Kanalsystem, das Geburtshaus von Louis Pasteur (1822-1895), frz. Chemiker und Mikrobiologe oder die schönen städtischen Bauten der ehemaligen Provinzhauptstadt. Zu Füssen der Stadt fliesst auf breitem Bett sanft der Doubs. Am Abend lauschen wir dem Schwirrflug der Ziegenmelker und geniessen den Ruf des Waldkauz auf Nachbars Balkon.

2. Tag: Vallée du Doubs / Doubs-Tal

Die Fahrt führt heute ein erstes Mal an die Flussmäander des Doubs mit seinen Auenwaldresten, Steil- und Flachufern und ausgedehnten Kiesbänken. Wir beobachten auf der Ile du Girard, einem typischen Altarmgebiet das zugänglich ist über einen hochgelegten Dammweg und guter Sicht in die umliegenden Weiden und Waldgebiete, später in Longwy-sur-le-Doubs und Petit-Noir die Bewohner der Flussniederungen: Reiherarten, Bienenfresser, Flussregenpfeifer, verschiedene Laub-sänger, Orpheusspötter und Nachtigallen.

3. Tag: Massif de la Serre und Forêt de Chaux

Am «Waldtag» bietet sich uns zunächst das im Norden Doles gelegene «Massif de la Serre». Als Granit-Massiv ist es die einzige Ausnahme im Kalksteinland des Jura. Sein Relief mit den typischen Laubwäldern und deren Bewohnern erhebt sich weit über das Doubs-Tal und die Saône-Ebene. Wir machen einen kleinen Waldspaziergang zur «Grotte de l'Hermitage». Dem «Forêt de Chaux», östlich von Dole gelegen, gilt unser nächstes Augenmerk. Dieses für Frankreich riesige Waldgebiet (drittgrösste Fläche!) mit seinen 204 km² diente noch bis ins 19. Jh. der Befeuerung der Königlichen Salinen in Arc-et-Senans (UNESCO-Weltnaturerbe) und der Gewinnung von Holzkohle sowie für alle lokalen Industrien (z.B. Töpferei). Das Waldgebiet war auch lange Jahre Rückzugsgebiet für Flüchtige und Fremde. Auf kleinen Spaziergängen erschliessen wir einige Bereiche und hoffen dabei auf den König des Waldes, den Zwergadler, und andere Waldbewohner zu stossen.

4. Tag: Bresse Jurassienne

Die südlich gelegene Kleinstadt Bletterans bildet das Zentrum dieser weiherreichen Landschaft. Eine ganz andere Vogelschar begrüsst uns aus den Schilf- und Feuchtgebieten der «Étangs»: Reiherarten, Zwergdommel, verschiedene Entenarten, Rallen, Zwerg- und Haubentaucher sowie im umliegenden Landwirtschaftsland Neuntöter, Trauerschnäpper, Schwarz- und Braunkehlchen. Wir beobachten am «Étang du Prince» und besuchen andere wasservogelreiche Weiher. Der Nachmittag gilt der Besichtigung der beeindruckenden «Reculée de Baume-les-Messieurs» mit den eingekerbten steilen Talrändern und der weltbekannten Abtei. Zuhinterst im Talkessel beim schönen Wasserfall mit Bergstelze und Wasseramsel suchen wir auch andere Felsenbewohner wie Wanderfalke, Felsenschwalbe und Alpensegler. Im Anschluss werden wir durch die Anlage des ehemaligen Klosters mit seiner sehenswerten Kirche geführt.

5. Tag: Basse Vallée du Doubs / Unteres Doubs-Tal

Zum zweiten Mal – dieses Mal auf dem Südufer – tauchen wir ein in die Faszination dieser Flusslandschaft. Auf einer kleinen Rundwanderung in Longepierre und mit Halten an verschiedenen anderen Orten am Doubs, suchen wir entlang der Hecken, blühenden Wiesen, den botanisch spektakulären Flussdämmen und am Fluss selber nach weiteren Höhepunkten. Der mäandrierende Fluss mit steilen Uferwänden und vielen Kies- und Sandbänken bietet Lebensraum für den hier brütenden Triel sowie Flussregenpfeifer. Das Weisssternige Blaukehlchen, Nachtigallen, verschiedene Grasmücken-Arten, Eisvögel und die fast allgegenwärtigen Bienenfresser werden unsere Hauptdarsteller sein. Auf der Fahrt kreisen immer wieder Weihen über die Felder. Auch die seltene Wiesenweihe hat hier eines der grössten französischen Vorkommen.

6. Tag: Dole – Arbois – Étang de Frasne – La Cluse-et-Mijoux – Neuchâtel

Am Vormittag verlassen wir Dole und fahren nach Arbois, das in die Weinberge eingebettet ist. Im historischen Städtchen lassen sich typische Produkte einkaufen. Auf einem kurzen Streifzug durch die vorzüglichen Weinlagen dieser jurassischen Weinmetropole können wir typische Vogelarten dieser trockenen Gegend bewundern. Über die Mittagszeit verweilen wir im Städtchen und geniessen die Atmosphäre am Fluss Cuisance. Kurz nach der Weiterfahrt schalten wir einen Halt beim Aussichtspunkt «Fer de Cheval» in der «Reculée des Planches» ein. Nochmals bietet sich uns Gelegenheit nach Felsenschwalbe, Wanderfalke und anderen Greifvögeln Ausschau zu halten. Auf landschaftlich reizvollen Strassen fahren wir zum Hochmoor «Étang de Frasne» (früherer Torfabbau, heute Naturschutzgebiet mit «sibirischem Ambiente»), später nach La Cluse-et-Mijoux und schlussendlich zum Bahnhof Neuchâtel.

 

  • Busfahrten ab/bis Neuchâtel
  • Transfers, Rundfahrten, Exkursionen
  • Unterkunft in einem einfachen Hotel (Logis de France) Basis Doppelzimmer, Dusche/WC
  • Frühstück und Abendessen
  • Fachliche Leitung
  • 5% des Pauschalpreises für Projekte der Schweizerischen Vogelwarte Sempach
Nicht eingeschlossene Leistungen:
  • Annullationskostenversicherung und SOS-Schutz für Reisezwischenfälle (siehe Allgemeine Vertrags- und Reisebedingungen)
  • die nicht erwähnten Mahlzeiten
  • Getränke
  • Trinkgelder

Weitere Hinweise:

Formalitäten

Gültiger Reisepass oder Identitätskarte

Martin Blattner

Fachliche Leitung

Abfahrt: 10.05.2021

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